Dienstag, 27. Juni 2017

Vom Wert der Grosseltern-Beziehung


Wisst ihr, warum Grosseltern GROSSeltern heissen? Weil sie GROSSartig sind... :-)

Die Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkindern ist unbezahlbar - und zwar für alle Beteiligten. Die Grosseltern lieben es, Zeit mit ihren Enkelkindern zu verbringen und sie so richtig zu verwöhnen. Und die Enkelkinder geniessen es, diese ganz besonderen Momente mit ihren Grosseltern zu erleben.

Grosseltern sind lebenserfahren und weise, sie haben Vieles gesehen und erlebt, sie wissen, dass sie nicht nur müssen, sondern vorallem auch dürfen, sie sehen das Leben von einer etwas anderen Perspektive. Das ist für ihre Enkelkinder ein besonderer Genuss. Kinder lieben Erzählungen von früher, sie geniessen es, mal ein Extra-Eis zu bekommen oder einfach nur bei ihren Grosseltern zu sein.

Auch wenn es schön ist, wenn Enkelkinder und Grosseltern sich regelmässig sehen oder hören können, braucht es meiner Meinung nach für eine innige und tiefe Grosselternbeziehung nicht täglichen Kontakt, sondern echtes Interesse. Zudem finde ich es sehr wichtig, dass sich die Grosseltern an den Grundwerten der Eltern orientieren und diese genauso ernst nehmen und umsetzen. Darüber hinaus dürfen bei den Grosseltern natürlich auch andere Regeln gelten als Zuhause.

Die Rolle der Grosseltern verändert sich mit dem Alter ihrer Enkelkinder. So sind sie zu Beginn hauptsächlich Spielpartner(in) und Geschichtenerzähler(in), doch mit der Zeit werden sie immer mehr auch zur Vertrauensperson und Berater(in). Wie wunderbar ist es doch für eine(n) Heranwachsende(n), wenn er bzw. sie nebst den Eltern auch noch andere Erwachsene um sich hat, an die er/sie sich wenden kann.

Und zum Schluss noch dies: Manchmal ist mit dem Thema Grosseltern nicht nur Freude, sondern auch Trauer verbunden. Oftmals sind es diese geliebten Menschen, durch welche unsere Kinder zum ersten Mal mit dem Thema Sterben und Tod konfrontiert werden. Ich finde es wichtig, dass wir mit diesem Thema möglichst offen und kindgerecht umgehen, die Fragen und Gefühle unserer Kinder ernst nehmen und sie in ihrer Trauer begleiten. Dies gelingt uns vermutlich am besten, wenn wir bewusst diese zwei Rollen trennen: einerseits sind wir ein Eltern, welche in dieser traurigen Zeit für Ihr(e) Kind(er) da sind – und andererseits sind wir selbst (erwachsene) Kinder, welche um ihre eigene Mutter oder ihren eigenen Vater trauern.


www.redeweise.ch
Erziehung ist (k)ein Kinderspiel

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