Montag, 7. September 2020

Videoserie "Beziehungsfördernde Kommunikation"



Kürzlich fand die Themenwoche "Beziehungsfördernde Kommunikation" statt - ein Gemeinschaftsprojekt von Tanja Suppiger (HerzBauchWerk) und mir.

Falls du sie verpasst hast, habe ich in diesem Blog die siebenteilige Videoserie nochmals zusammen gefasst. Hier gelangst du zur gesamten Playlist auf YouTube.


Teil 1: Was ist beziehungsfördernde Kommunikation?

Du bekommst einen Überblick über die beziehungsfördernde Kommunikation und erfährst, warum es so wichtig ist, sich seiner Sprache bewusst zu sein.



Teil 2: Wertfrei wahrnehmen

Wir blicken durch ein spezielles Wahrnehmungs-Fenster auf unseren Familiengarten und räumen auf mit dem Mythos, dass Eltern stets konsequent sein müssen.



Teil 3: Richtig zuhören

Du erfährst, warum Ratschläge manchmal unangebracht sind und welches eine hilfreiche Alternative ist. Zudem geht es um Gefühle und wie wir unsere Kinder dabei unterstützen können, ihren Gefühlswortschatz zu erweitern.



Teil 4: Wachsen und gedeihen

Wir sprechen über die Herausforderungen des Familienalltags und warum es so wichtig ist, sich ganz bewusst Zeit für sich zu nehmen.



Teil 5: Klar reden

Wir nehmen das klare Reden unter die Lupe - wie so oft sind es auch hier Kleinigkeiten, welche eine grosse Wirkung haben.



Teil 6: Konflikte fair lösen

Konflikte sind völlig normal und lassen sich auch nicht vermeiden - entscheidend ist jedoch, wie wir mit Konflikten umgehen.



Teil 7: Werte vermitteln

Wir gehen den Werten und Wertkollisionen auf die Spur, welche besonders in der Zeit der Pubertät zu Spannungen zwischen Jugendlichen und ihren Eltern führen.


Dieses Video-Format war für mich eine neue Erfahrung und ich musste dafür definitiv meine Komfortzone verlassen. Die Nervosität hat sich zum Glück von Filmeinheit zu Filmeinheit immer mehr gelegt. 😄 Und was die Tonqualität betrifft, bin ich für kommende Aufnahmen ebenfalls besser ausgerüstet.

Falls du auch auf YouTube nichts mehr verpassen möchtest, freue ich mich natürlich über ein Abo meines Kanals: Redeweise auf YouTube


Und nun bist du an der Reihe: 

Welche Themen und Inhalte würden dich interessieren? Schreibe es gerne in die Kommentare oder auch per Mail an info(a)redeweise.ch 

Ich freue mich von dir zu lesen.



Erziehung ist (k)ein Kinderspiel 





Dienstag, 18. August 2020

Die sechs Elemente der beziehungsfördernden Kommunikation

 

Im Laufe der vergangenen Jahren entwickelte ich die beziehungsfördernde Kommunikation, welche sich im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, in der Partnerschaft, im Freundeskreis und im beruflichen Umfeld bewährt. Sie basiert auf den Grundsätzen von Thomas Gordon und verhilft zu einem wertschätzenden, respektvollen und glücklichen Miteinander.


Möchtest du erfahren, wie du

  • in stressigen Situationen ruhiger bleiben und gelassener reagieren kannst?
  • bei deinem Gegenüber positives Verhalten fördern und dir selbst Gutes tun kannst?
  • hilfreich zuhören kannst, ohne deinem Gegenüber Ratschläge zu erteilen?
  • für deine Bedürfnisse einstehen und deine Grenzen klar kommunizieren kannst?
  • Konflikte fair und für alle Parteien gewinnbringend lösen kannst?
  • deine Glaubenssätze überprüfen und dir wichtige Werte deinem Gegenüber näher bringen kannst?


Im E-Book "Die sechs Elemente der beziehungsfördernden Kommunikation" erhältst du Antworten auf diese Fragen und einen ersten Einblick in diese besondere Sprache.

Schreibe mir eine Mail mit dem Betreff "E-Book" an info(at)redeweise.ch und ich stelle es dir umgehend zu.



Erziehung ist (k)ein Kinderspiel 


Weitere Beiträge passend zum Thema:



Montag, 13. Juli 2020

LEGO mal anders verwendet





LEGO gehören zu den wohl meist benutzten Spielsachen in unserer Familie und werden immer wieder gerne hervor genommen. Ich staune jeweils, was Kinder alles damit bauen und erschaffen - und wie sie sich darin vertiefen können.

Heute möchte ich euch mit acht Spielideen aufzeigen, wie ihr LEGO Duplo-Steine nebst dem "normalen Verbauen" auch noch einsetzen könnt.


-1- 

Material:
  • pro Mitspieler eine LEGO Duplo-Tafel, auf welche acht Würfel passen
  • verschieden-farbige LEGO Duplo-Würfel
  • eine blickdichte Tasche
Anleitung:
Verteilt die LEGO Duplo-Würfel bunt gemischt auf die Tafeln und gebt für jede verwendete Farbe einen Würfel in die Bingo-Tasche.
Ein Mitspieler wird zum Spielleiter erklärt und bekommt die Bingo-Tasche, alle anderen Mitspieler erhalten eine Bingokarte (=Tafel mit farbigen Würfeln). 
Der Spielleiter zieht einen Würfel aus der Tasche und alle Spieler, welche die gleiche Farbe auf ihrer Bingokarte haben, dürfen diesen Würfel entfernen. 
Sobald ein Spieler alle acht Würfel entfernen konnte und eine leere Tafel vor sich hat, ruft er laut "BINGO!" und hat diese Runde gewonnen. 
Die farbigen Würfel werden neu auf die Tafeln verteilt und der Gewinner wird zum neuen Spielleiter.


-2- 

Material:
  • Türme aus LEGO Duplo-Würfeln
  • Spielauto
  • Spielfigur
Anleitung:
Stellt beliebig viele Türme auf und versucht diese mit dem Spielauto umzustossen... Wichtig: das Spielauto soll gestossen/gefahren - und nicht geworfen - werden. Wer braucht am wenigsten Versuche, um alle Türme zu Fall zu bringen?


-3-

Material:
  • grosse LEGO Duplo-Platte
  • LEGO Duplo-Steine für die Markierung
  • 2 x 5 gleiche Figuren/Steine/Blumen
Anleitung:
Erstellt auf der Platte mit den Steinen ein Raster von zwei Längs- und zwei Querstrichen.
Nun legen die beiden Spieler abwechslungsweise eines ihrer Spielfiguren in das Spielfeld. Ziel ist es, als Erster drei in einer Reihe zu haben.


-4- 

Material:
  • verschiedene LEGO Duplo-Steine (8er)
  • Würfel
Anleitung:
Ein Stein wird in der Mitte der Spieler auf den Boden oder auf den Tisch gelegt. Der jüngste Spieler beginnt und würfelt. Die gewürfelte Zahl gibt an, wie viele Kreislein er auf dem Startstein mit seinem Spielstein zudecken muss - ohne dass der Turm umfällt. Nachher ist der Spieler zu seiner Rechten an der Reihe. Wer eine 5 würfelt hat Glück und muss keinen Spielstein setzen.


-5- 

Material:
  • LEGO Duplo-Würfel
Anleitung:
Abwechslungsweise wird ein Würfel nach dem anderen aufeinander gestapelt. Der Spieler, bei dem der Turm umkippt, hat diese Runde verloren. Wem gelingt es, drei Mal hintereinander zu gewinnen?


-6- 

Material:
  • LEGO Duplo-Steine in verschiedenen Farben
Anleitung:
Jeder Spieler bereitet verschiedene LEGO-Blöcke vor, welche zusammen gesetzt eine bestimmte Form, zum Beispiel ein Quadrat ergeben. Danach werden die Knobelaufgaben um eine Person im Uhrzeigersinn weiter gereicht. Wem gelingt es, die Aufgabe zuerst zu lösen?


-7- 

Material:
  • kleine LEGO Duplo-Platte
  • LEGO Duplo-Würfel
  • 2 Spielfiguren
  • Würfel
Anleitung:
Der erste Spieler würfelt und stellt die entsprechende Anzahl LEGO Duplo-Würfel unter sein Männchen auf der Platte. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe mit würfeln und stapeln. Wer hat nach einer vereinbarten Anzahl Runden seine Spielfigur am weitesten nach oben gebracht?


-8-

Material:
  • mittlere LEGO Duplo-Platte
  • LEGO Duplo-Steine in verschiedenen Farben und Grössen
Anleitung:
Dies ist zwar kein Spiel - jedoch eine weitere Idee, wofür LEGO Duplo-Steine ebenfalls verwendet werden können: als dekorative Bücherstütze. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.



Welches ist euer liebstes LEGO-Spiel?


Dienstag, 16. Juni 2020

Beziehungsfördernde Kommunikation mit Kindern

Es ist gar nicht so einfach, bei Kindern die richtigen Worte zu finden, ohne belehrend oder erzieherisch zu wirken. Umgekehrt können Kinder ihre Gefühle manchmal schlecht in Worte fassen, so dass wir ihre "Botschaft" zuerst entschlüsseln müssen.

Im Interview mit Tamara Beck von mamamal3.ch verrate ich, worauf es ankommt, wenn wir mit Kindern sprechen und warum Kinder auf die Frage, wie es in der Schule war, nur mit den Schultern zucken...

https://mamamal3.ch/2020/06/kommunikation-mit-kindern/

Tamara Beck ist Mama von drei Wirbelwinden und berichtet seit zehn Jahren in ihrem Mamamal3-Blog über das Leben als Mama, den Alltag mit drei Kindern und das Familienleben - und das stets ehrlich, mit viel Liebe und Humor.



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Mittwoch, 27. Mai 2020

Vermitteln bei Streit


Ich vertrete die Ansicht, dass wir Kindern zutrauen sollen, ihre Streitigkeiten selbst zu klären. Beobachten wir zum Beispiel Kinder, welche unbeaufsichtigt miteinander im Sandkasten spielen, fällt uns auf, wie schnell sich ihre Meinungsverschiedenheiten in Luft auflösen und sie wieder Frieden schliessen. Mischen sich jedoch Eltern oder Erzieher(innen) ein und möchten ihre gut gemeinten Ratschläge und Vorschläge einbringen, wird der Konflikt meistens komplizierter und dauert auch länger.

Falls wir dennoch das Gefühl haben, dass Kinder in einem Streit unsere Unterstützung brauchen, möchte ich gerne folgende sechs hilfreichen Punkte beim Vermitteln aufführen. Wir nehmen dabei nicht die Rolle eines Schiedsrichters ein, sondern eher die eines Dolmetschers - und helfen damit unseren Kindern, eigene Lösungen für ihr Problem zu entwickeln.

1. Neutraler Einstieg:
Wenn wir mit einem neutralen (!) Türöffner starten, um bei einem Streit zu vermitteln, machen wir gleich zu Beginn klar, dass wir nicht (mehr) bereit sind, Partei für jemanden zu ergreifen. Anstatt "Warum hast du das getan?" sagen wir zum Beispiel "Was ist hier gerade das Problem?" oder "Ich sehe/höre, ihr seid euch gerade nicht einig..."

2. Miteinander reden:
Wenn Kinder es gewohnt sind, dass wir uns in ihre Streitigkeiten einmischen, reden sie häufig mit uns über die anderen Kinder. Hier ist es unsere Aufgabe als Vermittler, sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie ein Problem haben und darum sie miteinander reden müssen.

3. Zugewandte Haltung:
Häufig schauen die Kinder zu uns und beschweren sich gegenseitig über das andere Kind. Die Körpersprache ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation - lediglich 7% der Kommunikation beziehen sich auf das gesprochene Wort. Darum finde ich es sehr hilfreich, wenn sich die Kinder einander zuwenden, um einen Konflikt zu bewältigen.

4. Zwischen den Zeilen:
Wenn Kinder starke Gefühle haben (und das haben sie zwangsläufig in einem Streit), formulieren sie häufig angriffige und verletzende Sätze, um Dampf abzulassen. Unsere Aufgabe ist es nun, zwischen den Zeilen zu hören und die Aussagen nochmals in anderen Worten wieder zu geben. Wenn ein Kind zum Beispiel schreit: "Ich spiele nie mehr mit dieser blöden Kuh!" könnten wir sagen: "Du bist so wütend auf sie, dass du nie mehr mit ihr spielen möchtest." oder wenn das Kind ausruft: "Er schummelt immer beim Spiel!" könnten wir sagen: "Es macht dir keinen Spass zu spielen, wenn sich nicht alle an die Regeln halten." Wir formulieren eine neutrale Botschaft für das Kind und so fällt es dem Gegenüber leichter, konstruktiv auf die Äusserungen zu reagieren.

5. Standhaft bleiben:
Gerade zu Beginn dieses neuen Umgangs mit Streit werden die Kinder versuchen, uns in den Konflikt hineinzuziehen. Sie sind es sich vielleicht gewohnt, dass wir uns einmischen, Partei ergreifen oder unsere eigenen Lösungsvorschläge bringen. Hier ist es wichtig, dass wir unseren Standpunkt klar machen: "Ich traue euch zu, dass ihr es schafft, euer Problem selber zu lösen."

6. Eigene Lösungen:
Wenn Kinder lernen ihre Probleme selbst zu lösen, ist es sehr wichtig, dass wir selbst keine Lösung vorgeben. Die Kinder müssen (und werden!) eigene Lösungen finden. Sie müssen damit zufrieden sein - und nicht wir. Selbstverständlich müssen wir die Lösung akzeptieren können, doch das ist meistens weniger das Problem, als dass wir von unserer eigenen Vorstellung einer "guten Lösung" abkommen müssen.


Zum Schluss noch ein Zitat von Kurt Tucholsky: "Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen Friedenspfeife - nur Geschwister können beides." Wie recht er doch hat... 

Freitag, 17. April 2020

Das Pusteblumen-Experiment

Letztes Jahr bin ich durch Irene von strich-und-faden.ch auf diese tolle Idee gestossen, wie man Pusteblumen haltbar machen kann. Und weil ich auch dieses Jahr aufs Neue davon begeistert bin, möchte ich euch gerne aufzeigen, wie das geht.

Material:
  • Löwenzahn (geschlossen, weisse Farbe sichtbar)
  • Draht
  • Styroporhalbkugel oder Ähnliches, um den Draht einzustecken
Und so geht's:
  • Macht euch auf die Suche nach Löwenzahn, welcher "frisch verwelkt" ist - er ist geschlossen, weiss und wird sich beim nächsten Öffnen in eine Pusteblume verwandeln.
  • Stülpt die Löwenzahnstängel jeweils über einen Draht und steckt sie so in eine Styropor-Halbkugel.
  • Nun braucht ihr ein wenig Geduld, bis sich die Pusteblumen in ihrem eigenen Tempo noch ein letztes Mal öffnen.

Bei uns war es so, dass nicht alle Blumen dem "Puste-Test" standgehalten haben. Zum Glück ist ja die Pusteblumen-Saison erst gerade eröffnet worden und so können wir jeden Tag aufs Neue unser Glück versuchen und an diesem kleinen Wunder teilhaben.


Ich wünsche euch und euren Kindern viel Freude beim Experimentieren. Schreibt ihr in die Kommentare, ob's bei euch geklappt hat?


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Montag, 6. April 2020

Vorlesen als Ritual bei Kindern





Am Mittwoch, 27. Mai 2020 findet der Schweizer Vorlesetag bereits zum dritten Mal statt. Ob er wie gewohnt in gross angelegten Aktionen oder eher im kleinen Rahmen Zuhause stattfindet, wird sich noch zeigen.

Im Zentrum dieses besonderen Tages steht das Vorlesen, welches für die Entwicklung unserer Kinder äusserst wertvoll ist. Zudem schaffen Eltern, Grosseltern und weitere Bezugspersonen mit ihrem Vorlesen unvergessliche Momente der Nähe und Geborgenheit.

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch einerseits aufzeigen, mit welchen Tipps ihr das Vorlesen positiv beeinflussen könnt - und andererseits empfehle ich euch konkrete Bücher, welche bei unseren zwei Kindern sehr beliebt waren.

Vorlese-Tipp 1:
Reserviert euch fürs Vorlesen einen fixen Zeitpunkt in eurem Tagesablauf. Bei uns war es über viele Jahre die Zeit vor dem Schlafengehen. Ihr könnt jedoch auch mit dem Vorlesen in den Tag starten oder nach dem Mittagessen eure Vorlesezeit einplanen. 

Vorlese-Tipp 2:
Je jünger die Zuhörer sind, umso wichtiger ist es, dass sie sich aktiv beteiligen können. Gerade Babybücher bieten da viele Möglichkeiten, wenn es Sachen zu ertasten oder auf-/zuklappen gibt.

Buchempfehlungen für Babys (0-2 Jahre):
Das Buch "Mein liebstes Gutenacht-Fühlbuch" begleitete unsere Kinder von klein an. Dort konnten sie in der Geschichte einem Jungen helfen, sich "bettfertig" zu machen und zum Beispiel seinen Pyjama zuknöpfen oder die Vorhänge zuziehen. Leider ist dieses Buch inzwischen vergriffen, doch es gibt viele Bücher in einer ähnlichen Art.
Vorlese-Tipp 3:
Lest oder erzählt in eurer eigenen Sprache. Es spielt keine Rolle, ob ihr eine Geschichte in Hochdeutsch vorlest oder in Schweizerdeutsch bzw. einer anderen Sprache erzählt. Wichtig ist, dass ihr euch dabei wohl fühlt.

Vorlese-Tipp 4:
Eure Kinder werden es lieben, wenn ihr möglichst lebendig und abwechslungsreich vorlest. Benutzt verschiedene Stimmlagen und setzt auch eure Mimik entsprechend ein. Durch regelmässigen Blickkontakt merkt ihr, wie sehr die Kinder in die Geschichte eintauchen.

Buchempfehlungen für Kleinkinder (3-4 Jahre):
Diese Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner haben unsere Kinder geliebt und weit über die 3-4 Jahre hinaus begleitet. Es ist kein "Vorlesebuch" im eigentlichen Sinn, da es keinen Text hat. Dennoch gibt es unendlich vieles zu entdecken und zu erzählen über die Stadt Wimmlingen und deren Bewohner. Auch hier können die Kinder aktiv werden, indem sie zum Beispiel eine Person über die verschiedenen Seiten hindurch suchen und deren Geschichte weiterverfolgen.
Vorlese-Tipp 5:
Immer und immer wieder... und zwar genau gleich wie letztes Mal. Kinder mögen Wiederholungen und können teilweise von einer Geschichte kaum genug bekommen. Für sie ist das überhaupt nicht langweilig - im Gegenteil: es gibt ihnen Sicherheit.

Vorlese-Tipp 6:
Lasst die Kinder entscheiden, welche Bücher ihr ihnen vorlesen sollt. Sie wissen sehr genau, was ihnen im Moment gut tut oder welche Themen bei ihnen gerade hoch im Kurs sind.

Buchempfehlungen für Vorschulkinder (5-6 Jahre):
Das Buch "So lieb hab ich nur dich" beschreibt die Geschichte eines Hasenjungen, der - genervt von den täglichen Aufforderungen seiner Mutter sich zu waschen, Sport zu machen und seine Spielsachen aufzuräumen - Reissaus nimmt. Es ist ein wunderbares Bilderbuch für Zeiten, in denen Kinder und Eltern aneinander geraten, weil es aufzeigt, dass die Liebe immer da ist.

Die Geschichte der "Kleinen Raupe Nimmersatt" kennen vermutlich schon einige. Unsere Kinder konnten diese Geschichte immer und immer wieder hören und freuten sich jedes Mal über die Verwandlung in den wunderschönen Schmetterling.

Das Buch "Die Honigbiene" ist relativ neu (2019): mit den wundervollen Bildern und dem tollen, teilweise gereimten Text zieht diese Geschichte über das Leben der Honigbienen Gross und Klein in ihren Bann.
Vorlese-Tipp 7:
Versucht die Kinder in die Geschichten miteinzubeziehen. Stellt Fragen: Wie geht die Geschichte wohl weiter? Wie würdest du in einer ähnlichen Situation reagieren? Was denkst du, warum das so ist? Geht zudem auf mögliche Fragen eurer Kinder ein.

Vorlese-Tipp 8:
Auch wenn Kinder bereits selber lesen können, verliert das Vorlesen seinen Stellenwert überhaupt nicht. Wie schön ist es doch, sich mit Mama oder Papa unter die Decke zu kuscheln und einer Geschichte zu lauschen. 

Buchempfehlungen für Schulkinder (7-8 Jahre):
Die Geschichten des kleinen Bruders (ich) und seiner Schwester Klara habe bereits ich als Kind sehr gemocht und auch unsere Kinder finden sie ganz toll. Diese "Ich und meine Schwester Klara"-Bücher beinhalten freche und lustige Geschwistergeschichten und sind ein (Vor-)Lesevergnügen für Gross und Klein.
Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Ideen und Buchvorschlägen inspirieren konnte und wünsche euch und euren Kinder unvergessliche Vorlese-Momente.

Schreibt bitte in die Kommentare, welches euer Lieblingsbuch bzw. das Lieblingsbuch eurer Kinder ist. Ich freue mich drauf!



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Montag, 30. März 2020

Kleine Glücksbringer in der Post



Glück kann jeder brauchen - und gerade in der momentanen Situation können diese kleinen Glücksbringer viel Freude bereiten. 

Wir haben die Kleeblätter und Marienkäfer auf Blankokarten geklebt und diese anschliessend lieben Menschen geschickt, welche wir im Moment nicht treffen dürfen.


Material:

- rotes Papier 
- grünes Papier
- Schere
- schwarzer Filzstift
- Blankokarten 
- Klebestreifen



Anleitung Marienkäfer:

Für die Marienkäfer benötigt ihr Dreiecke aus rotem Papier. Wir haben Quadrate in der Grösse von ca. 9 cm x 9 cm zugeschnitten und diese dann in der Diagonalen halbiert, um entsprechende Dreiecke zu erhalten.


Faltet zuerst das Dreieck einmal in der Mitte und klappt dann die beiden Ecken nach unten zur Mitte. Anschliessend knickt ihr die entstandene obere Ecke ungefähr 1 cm nach unten.


Nun dreht ihr das Papier um und faltet die beiden seitlichen Ecken zur Mitte. Anschliessend knickt ihr die neu entstandenen oberen Ecken wie abgebildet nach unten.

Dreht das Blatt erneut um und schneidet den unteren Teil rund ab. Nun könnt ihr mit einem schwarzen Filzstift noch den Kopf und die Punkte aufzeichnen.


Anleitung Kleeblatt:

Für die Kleeblätter benötigt ihr Quadrate in der Grösse von ca. 9 cm x 9 cm aus grünem Papier. 

Halbiert das Quadrat je einmal längs, quer und in beiden Diagonalen - und öffnet es wieder. Faltet es anschliessend zu einem Dreieck und schneidet dann die Rundung wie eingezeichnet ab. Danach könnt ihr das Blatt wieder auffalten.

Nun könnt ihr die Glücksbringer auf Karten kleben und hübsch dekorieren. Wenn ihr zum Aufkleben zusammengerollte Klebestreifen verwendet, entsteht ein toller 3D-Effekt. 


Ich wünsche euch und euren Kindern viel Spass beim Nachbasteln - und den Beschenkten eine hoffentlich gelungene Überraschung und ganz viel Freude an diesen Glücksbringern.


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Sonntag, 22. März 2020

Dicke Luft und dünne Nerven - eine explosive Mischung



In Zeiten des Social Distancing und der Schulschliessungen rücken wir als Familie zwangsläufig zusammen. Wir verbringen viel mehr Zeit miteinander, als wir es gewohnt sind. Die neuen Aufgaben und die Herausforderungen, welche die Pandemie mit sich bringt, belasten alle. Es gibt viel Konfliktpotential. Wie gehen wir am besten mit der Situation um?

In meinem Gastbeitrag für "BEEHIVE - das Magazin für die berufstätige Frau mit Kind" verrate ich, wie das Familienleben in der Krise einfacher wird.

Wie geht es dir in der aktuellen Situation? Welches sind die grössten Herausforderungen in deinem (Familien-)Alltag?



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Samstag, 29. Februar 2020

Das Seifen-Experiment





Heute zeige ich euch ein kleines Experiment, mit dem ihr eure Kinder überraschen und ihnen zugleich aufzeigen könnt, wie wichtig das Händewaschen ist.

Ihr benötigt dazu: 
  • einen Teller
  • ein Glas Wasser
  • etwas Pfeffer
  • Spülmittel oder Seife


Und so geht's:

Füllt den Teller mit Wasser und streut Pfeffer darauf. Die Pfefferstückchen symbolisieren die Viren in unserer Umwelt. Nun kann das Kind mit der Fingerspitze ins Wasser tippen und schauen, wie viele Pfefferstückchen (Viren) daran hängen bleiben.

Gebt jetzt ganz wenig Seife oder Spülmittel auf den Finger des Kindes und sagt ihm, dass es nochmals ins Wasser tippen soll. Es wird bestimmt staunen, wie alle Pfefferstückchen (Viren) plötzlich flüchten.



Das steckt dahinter:

Durch die Oberflächenspannung des Wassers schwimmen die Pfefferstückchen zuerst wie auf einer dünnen Haut. Wenn wir mit dem Finger das Wasser antippen, bringen wir es höchstens ein wenig in Schwingungen - die Oberflächenspannung/Haut bleibt jedoch erhalten. Ganz anders ist es, wenn wir an unserem Finger ein wenig Seife oder Spülmittel haben. Berühren wir nun damit das Wasser, verringern wie die Oberflächenspannung und die Pfefferstückchen sausen zum Tellerrand (wo die Oberflächenspannung noch etwas grösser ist) oder gehen zum Teil auch unter. Seife und Spülmittel enthalten sogenannte Tenside, das sind chemische Stoffe, welche die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und somit helfen, Verschmutzungen zu lösen.


Ich wünsche euch viel Spass beim Experimentieren.


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Fadenbilder mit Nägeln



Diese Woche wurde bei uns mächtig gehämmert und gewerkelt, denn wir haben tolle Fadenbilder mit Nägeln selber gemacht.

Du benötigst dazu: 

- Holz (mind. 12 mm dick)
- Nägel (für Kinder eignen sich 25mm lange mit grossem Kopf am besten)
- Hammer
- Garn oder Wolle
- Vorlage

Und so wird's gemacht:

Zuerst brauchst du eine Vorlage des Sujets, das du gerne gestalten würdest. Diese kannst du entweder selber zeichnen oder du suchst im Internet ein entsprechendes Motiv und druckst es aus.

Falls die Punkte für die Nägel noch nicht eingezeichnet sind, kannst du das noch machen. Am besten lässt du zwischen den Punkten einen Abstand von ca. 1 cm.

Nun kannst du die Vorlage mittig aufs Holz legen und je einen Nagel oben und unten einschlagen, um das Ganze zu fixieren. Danach hämmerst du auch noch alle übrigen Nägel den Umrissen entlang in das Holz. Achte darauf, dass ungefähr 1 cm des Nagels noch herausschaut, damit du nachher das Garn bzw. die Wolle gut herumwickeln kannst.

Wenn du alle Nägel eingeschlagen hast, kannst du die Vorlage wegreissen und allfällige kleine Papierschnipsel bei den Nägeln noch entfernen.



Nun nimmst du das Garn oder die Wolle, knotest sie an einem der Nägel fest und beginnst mit dem Verbinden. Du kannst dabei den Faden nach einem bestimmten System/Muster durch das Motiv spannen oder die Nägel kreuz und quer miteinander verbinden.

Wenn du mit der Dichte des Netzes zufrieden bist, knotest du das Garn bzw. die Wolle wieder an einem Nagel fest und schneidest den Rest ab.



Weitere Ideen:
  • Du kannst anstatt eines normalen Holzbrettes auch eine Deko-Holzscheibe mit Rinde verwenden.
  • Das Holz kannst du vor dem Verarbeiten noch anmalen.
  • Du kannst anstatt das Motiv auch den "Hintergrund" bespannen - dafür musst du einen Rand ebenfalls mit Nägeln bestücken.
  • Wenn du das Garn bzw. die Wolle nach einem bestimmten Schema um die Nägel wickelst, entstehen geometrische Nagelbilder. Im Internet findest du dazu viele Vorlagen.

Ich wünsche dir viel Spass beim Hämmern und Spannen. 

Wenn du magst, kannst du mir dein Fadenbild per Mail an info(a)redeweise.ch senden - darüber würde ich mich sehr freuen.



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Donnerstag, 23. Januar 2020

(Sitz-)Ordnung am Familientisch

Viele sehen den Esstisch als Mittelpunkt eines harmonischen und geordneten (Familien-)Lebens. In der Realität geht es dort jedoch häufig anders zu und her: die Geschwister streiten und zanken sich, klebrige Händchen greifen zur Salatschüssel und kippen dabei das Trinkglas um, schmutzige Wörter entweichen dem mit Sauce verschmierten Kindermund... 

Auch bei uns herrscht nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen am Familientisch. Wir haben unsere Sitzordnung am Tisch häufig gewechselt und angepasst - mit dem Ergebnis, dass sich das Klima zumindest für ein paar Tage oder Wochen verbesserte. Doch die "perfekte" Lösung hatten wir wohl noch nicht gefunden.

Vor ein paar Wochen bin ich dann auf einen Artikel gestossen, bei dem es um die systemische Ordnung in der Familie ging und dass diese auch bei der Sitzordnung am Tisch angewendet werden kann. So kam es, dass wir kurz vor dem Jahreswechsel unsere Plätze am Esstisch änderten. Inzwischen sind über drei Wochen vergangen und ich bin begeistert! Ich habe das Gefühl, dass nun jeder seinen Platz gefunden hat und somit eine grössere Zufriedenheit am Tisch herrscht.

Hier also ein paar Tipps, wie auch du die (Sitz-)Ordnung am Familientisch herstellen kannst:
  • Die Sitzordnung wird im Uhrzeigersinn aufgestellt. Das Herz wird unserer linken Körperhälfte zugeordnet und somit kann die Liebe in diese Richtung besser fliessen.
  • Falls der Tisch in der Nähe einer Wand steht, sitzen die Eltern mit dem Rücken zur Wand. Das stärkt ihnen - wortwörtlich - den Rücken.
  • Die Eltern sitzen sich nicht gegenüber, sondern nebeneinander oder bei einem quadratischen Tisch übers Eck - dabei sitzt meistens der Mann rechts und die Frau zu seiner Linken.
  • Die Geschwister sitzen in der Reihe ihres Alters links von der Mutter: das älteste Kind zuerst, links davon das zweitälteste Kind und so weiter im Uhrzeigersinn bis zum jüngsten Kind.
  • Ein Kleinkind, das noch nicht selber essen kann, sitzt neben der Mutter oder dem Vater. Sobald es soweit selbständig den Löffel halten kann, wird es auch in die Geschwisterfolge eingeordnet.
  • Wenn ein Familienmitglied bei einer Mahlzeit nicht da ist, wird sein Platz dennoch frei gehalten.
  • Bei einem rechteckigen Tisch sollte wenn möglich niemand am Kopfende sitzen, denn dieser Platz gebührt den Ahnen der Familie.
Wenn jedes Familienmitglied seinen entsprechenden Platz am Familientisch einnimmt, hat dies positive Auswirkungen auf das gesamte Familiensystem. Die Eltern werden gestärkt und in ihrer Aufgabe, die Familie zu leiten, unterstützt. Die Kinder lernen, sich in die Hierarchie der Familie einzuordnen (ohne sich unterzuordnen). Das vermittelt Sicherheit und gibt ihnen den nötigen Halt. 

Hier ein paar Beispiele von Sitzordnungen am Esstisch, welche der systemischen Ordnung entsprechen:


Vielleicht habe ich dich ja ein wenig neugierig gemacht und du hast Lust, auch eure (Sitz-)Ordnung am Familientisch zu überdenken und/oder anzupassen? Schreibe in die Kommentare, was du davon hältst und welche Erfahrungen du damit gemacht hast...

Liebe Grüessli,