Freitag, 1. Dezember 2017

Die typischen 10: Familienaktivitäten im Advent


1 Adventskalender
Da die Adventskalender-Vorbereitungen oftmals viel Zeit in Anspruch nehmen, atmen alle erleichtert auf, wenn das Werk rechtzeitig fertig ist.

2 Samichlaus-Sprüchli
Ob kurz oder lang, ob lustig oder besinnlich, ob selbst gedichtet oder übernommen... ums Auswendiglernen kommt niemand herum.

3 Grittibänzen backen
Um den Samichlaus aus dem Wald in die heimische Stube zu locken, backen viele Familien am 6. Dezember leckere Grittibänzen. Hmmmmmm!

4 Wunschliste schreiben/zeichnen
Viele Kinder lieben es, eine laaaaange Wunschliste ans Christkind zu zeichnen oder zu schreiben.

5 Geschenke basteln
Für die einen ist es eine lästige Pflicht, für die anderen das Highlight des Jahres: Geschenke basteln für Grosseltern, Gotti, Götti, ...

6 Weihnachtsbeleuchtung
Bei einem Spaziergang durch die festlich dekorierten Strassen, glänzen die Kinderaugen mit der Weihnachtsbeleuchtung um die Wette.

7 Guetzli backen
Auch wenn das Guetzli backen mit Kindern im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlässt, ist es kaum aus der Adventszeit wegzudenken.

8 Kerzen ziehen
In der Vorweihnachtszeit wird das Kerzenziehen an vielen Orten angeboten und ist ein Genuss für die ganze Familie.

9 Schneeflocken-Scherenschnitt
Ein paar Blätter Papier, eine Schere und dann kann’s losgehen. Diese selbstgestalteten Schneeflocken verwandeln jedes Fenster in einen Wintertraum.

10 Weihnachtsbaum
Da heutzutage viele einen offenen Wohnbereich haben, wird der Weihnachtsbaum oftmals von der ganzen Familie geschmückt.


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Mittwoch, 22. November 2017

Die 5 Stufen des Trockenwerdens

Stufe 1 oder „Ich höre die Signale“
Das Kind spürt, dass sich seine Blase oder sein Darm bald entleert. Es hält kurz inne beim Spielen, trippelt unruhig von einem Fuss auf den anderen oder zieht sich sogar in eine ruhige Ecke zurück.
Elterntipp: Freuen Sie sich über diesen ersten Schritt, doch halten Sie sich zurück mit Erziehungsmassnahmen. Das Töpfchen darf ruhig noch im Schrank bleiben.

Stufe 2 oder „Ich sage, was in der Windel ist“
Nun kann das Kind benennen, was sich „da unten“ gerade abgespielt hat. Es spürt das Rumoren im Darm oder das Prickeln in der Blase und weiss, wie es sich anfühlt, wenn diese Muskeln loslassen. Ganz stolz verkündet es nach vollbrachter Tat: „Kacka gemacht!“
Elterntipp: Verkneifen Sie sich Sätze wie „Das hättest du eine Minute früher sagen können.“ Loben Sie Ihr Kind stattdessen dafür, was es bereits kann. Je entspannter Sie diese (für Eltern nicht ganz einfache) Phase angehen, umso schneller wird Ihr Kind die dritte Stufe erreichen.

Stufe 3 oder „Ich lasse mich fragen, ob ich muss“
Das Kind spürt die Signale von Blase und Darm so früh, dass noch etwas Zeit bis zur Ausscheidung bleibt. Auf die Frage, ob es bald muss, antwortet es freudig: „Jaaaa!“
Elterntipp: Viele Kinder fühlen sich in dieser Phase sicherer, wenn sie ihr (kleines und grosses) Geschäft dennoch in die Windel erledigen können. Lassen Sie ihm die Windel einfach noch ein bisschen. Vielleicht möchte Ihr Kind auch gar nicht aufs Töpfchen, sondern direkt die Toilette der Grossen benutzen. Ein Sitzring und ein Schemel sind dann unerlässlich.

Stufe 4 oder „Ich sage selber, dass ich muss“
Jetzt sagt das Kind von alleine und (meist) früh genug, dass es muss. Da die Signale aus dem Darmbereich deutlicher sind und sich dieser Drang leichter zurückhalten lässt, gelingt die Kontrolle des grossen Geschäfts meistens etwas früher. Bis die Windel dann auch nachts trocken bleibt, kann nochmals eine gewisse Zeit dauern.
Elterntipp: Ihr Kind braucht in dieser Phase viel Lob und Zuspruch Ihrerseits, wenn es ihm gelingt, sein Bedürfnis rechtzeitig anzukündigen und aufs Töpfchen oder zur Toilette geht. Machen Sie jedoch kein grosses Aufsehen darüber, wenn es nicht klappt. Auch wenn es in dieser Phase manchmal einfacher wäre, dem Kind zum Beispiel für lange Autofahrten wieder Windeln anzuziehen, sollten Sie dies unterlassen. Es ist für das Kind verwirrend und mindert sein Selbstvertrauen, wenn es plötzlich wieder „klein“ sein soll. Nehmen Sie stattdessen lieber Ersatzkleider mit, falls dennoch ein Malheur passiert.

Stufe 5 oder „Ich gehe vorsorglich aufs Klo“
Dem Kind gelingt es, auch dann die „Schleusen“ zu öffnen, wenn der Harndrang noch nicht so überwältigend ist. Es geht vorsorglich auf die Toilette, bevor es beispielsweise zum Kindergarten aufbricht oder bevor es ins Bett geht.
Elterntipp: Ermuntern Sie Ihr Kind, zu probieren, ob es Pipi kann – doch drängen Sie es nicht. Oftmals ist es hilfreich, wenn gerade die ganze Familie nochmals eine Klo-Runde macht, bevor Sie das Haus verlassen.

Und zum Schluss noch dies: Wie in vielen anderen Entwicklungsschritten ist es auch beim Trockenwerden so, dass „das Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht“. Im Gegenteil! Lassen Sie Ihr Kind diese fünf Schritte in seinem Tempo durchschreiten und begleiten Sie es, indem Sie wohlwollend seine (kleinen) erreichten Schritte anerkennen.


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Montag, 6. November 2017

Ein Würfelspiel (nicht nur) für verregnete Tage


Heute möchte ich ein simples und zugleich geniales Würfelspiel für zwei und mehr Spieler(innen) vorstellen.

Alles, was es dazu braucht, ist ein Zettel und ein Stift, fünf oder sechs Würfel und einen Becher.

Ein Spieler beginnt und würfelt mit allen Würfeln. Nach jedem Wurf muss mindestens ein Punktewürfel weggelegt werden. Dabei zählen im Normalfall nur die Einer ( = 100 Punkte) und Fünfer ( = 50 Punkte). Es gibt aber auch Sonderregeln: Fallen bei einem Wurf drei gleiche Würfelzahlen, so erhält man das 100-fache der Zahl. Drei Zweier ergeben somit 200 Punkte, drei Dreier 300 Punkte und so weiter. Wer drei Einer auf einmal würfelt, erhält sogar 1000 Punkte.

Sind alle Würfel in einem oder mehreren Würfen erfolgreich weggelegt worden, so kann die Runde wieder mit allen Würfeln fortgesetzt werden. Jeder darf so lange würfeln, wie er möchte. Achtung: Würfelt er jedoch keine zusätzlichen Punkte mehr, verliert er alle Punkte dieses Durchgangs und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Viel Vergnügen!

Dieses Würfelspiel ist unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Regeln bekannt... Ich freue mich über Ergänzungen in den Kommentaren.


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Mittwoch, 25. Oktober 2017

Wo bleibt die Langeweile?

Fühlen Sie sich manchmal als „Dauerbespasser“ Ihrer Kinder? Glauben Sie, dass Sie Ihrem Kind ständig etwas bieten müssen? Ist Ihnen unwohl, wenn Ihr Kind Sie mit seiner Langeweile konfrontiert? Das muss alles nicht sein...

Langeweile sei die Mutter der Kreativität, heisst es. Warum also nicht einfach einmal dieses „Nichts-Tun“ aushalten – oder sogar geniessen? Viele von uns haben dies vielleicht verlernt und fühlen sich komisch dabei... Wir fühlen uns auf uns selbst zurück geworfen und wissen nicht so recht, was wir mit uns anfangen sollen.

Auch Kindern fällt es teilweise schwer mit dieser „langen Weile“ umzugehen. Smartphones, Tablets etc. sind in unserer Gesellschaft kaum mehr wegzudenken und gehören vielerorts sogar zur Tagesordnung. Kinder konsumieren deren Inhalte und gewöhnen sich so an diese passive Unterhaltung. Umso wichtiger finde ich es, dass sie wieder lernen selbst aktiv zu werden – und zwar körperlich und auch im Kopf.

Glücklicherweise ist durch Langeweile noch niemand ernsthaft zu Schaden gekommen. Darum trauen wir uns und unserem Kind ruhig zu, mit dem Gefühl der Langeweile zurecht zu kommen. Es wird sich lohnen! 

Warum ist es wenig sinnvoll, einem gelangweilten Kind Beschäftigungsvorschläge anzubieten? Weil diese Vorschläge selten Anklang finden. Die Kinder treten in Widerstand und möchten ganz bestimmt nicht das machen, was wir ihnen vorschlagen. „Das isch au langwiilig...“ oder „Uf das hani kei Luscht...“ gehören vermutlich zu den Standard-Reaktionen auf so einen (gut gemeinten) Vorschlag. Besser ist es, wenn wir unser Kind wissen lassen, dass wir ihm zutrauen, dass ihm (früher oder später) etwas einfallen wird.

Und zum Schluss noch dies: Selbstverständlich wollen und sollen wir auch bewusst Zeit mit unserem Kind verbringen, denn gemeinsame Aktivitäten, Spiel- und Kuschelsequenzen fördern eine innige, liebevolle Beziehung zueinander. Doch dabei geht es viel mehr um Qualität als um Quantität. Die gemeinsame Zeit ist dann am wertvollsten, wenn wir etwas zusammen spielen oder unternehmen, was allen Beteiligten Freude bereitet.


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Samstag, 14. Oktober 2017

Die typischen 10: Familienaktivitäten im Herbst


1 Kastanien sammeln
Die lustigen Kastanienmännlein sind nicht immer so leicht herzustellen wie sie ausschauen, doch Spass macht das Sammeln und Basteln alleweil.

2 Laubschlacht veranstalten
Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie und für alle Sinne ist es, anstatt einer Schneeballschlacht einmal eine Laubschlacht zu machen.

3 Drachen steigen lassen
Kräftiger Wind auf einem freien Feld lässt nicht nur farbige Drachen höher steigen, sondern auch Kinderherzen höher schlagen.

4 Herbstdekoration basteln
Geschnitzte Kürbisse, Papierdrachen, Styroporpilze... Kaum eine andere Jahreszeit bietet so viele verschiedene Dekorationsobjekte wie der Herbst.

5 Winterstiefel kaufen
Die Suche nach dem passenden Schuh, welcher funktional und optisch überzeugt, gleicht oftmals der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. 

6 Kleiderschrank von Frühling/Sommer auf Herbst/Winter umstellen
Wenn die Tage kühler werden ist es an der Zeit, den Kleiderschrank auszusortieren und einmal mehr festzustellen, wie schnell die Kinder wachsen.

7 Zeitumstellung planen
Der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit gelingt am besten, wenn die Uhrzeit während vier Tagen jeweils um eine Viertelstunde verschoben wird.

8 Räbeliechtli verzieren
Ob mit einfachen Guetzliformen oder als filigranes Kunstwerk verziert – die Herstellung von Räbeliechtlis gehört zum Herbstprogramm vieler Familien.

9 Erkältung auskurieren
Was wäre der Herbst ohne die ersten Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen, Hals- und Ohrenschmerzen.

10 Weihnachtsgeschenke basteln
Damit Gotti/Götti/Grosseltern zu Weihnachten nicht leer ausgehen, kann mit der Produktion der Weihnachtsgeschenke nie zu früh begonnen werden.


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Sonntag, 24. September 2017

Schlaf, Kindlein, schlaf

Bevor ich Mutter wurde, war ich der festen Überzeugung, dass ich etwa acht Stunden Schlaf pro Nacht benötige, um fit für den (All-)Tag zu sein. Inzwischen weiss ich, dass ich bereits mit sechs Stunden ziemlich gut zurecht komme. Schlaf werde überbewertet - dem kann ich hingegen nicht zustimmen, denn wenn mein Schlafpensum in der dritten Nacht in Folge unter diese magischen sechs Stunden fällt, wird’s bei mir kritisch.

Im Familienleben ist der Schlaf der Eltern massgeblich vom Schlafverhalten ihrer Kinder abhängig. Doch auch für die Kinder ist es wichtig, nachts zu ausreichend Schlaf und Erholung zu kommen, damit sie tagsüber ausgeglichen und aufnahmefähig sind. Daher stellt sich natürlich die Frage, wie wir den Schlaf unseres Kindes fördern können. 

Hierzu ein paar Tipps:
  • Ist der Alltag Ihres Kindes zu sehr mit Reizen überflutet, fällt es ihm abends womöglich schwer(er) zur Ruhe zu kommen. Bauen Sie daher auch tagsüber immer mal wieder ruhigere Phasen ein. 
  • Wenn Sie Ihr Kind jeden Abend um die gleiche Zeit und mit einem wiederkehrenden Ritual zu Bett bringen, fällt es ihm leichter in den Schlaf zu finden. Wenn eine Zeitumstellung bevorsteht, können Sie zum Beispiel während vier Tagen die Zubettgehzeit um jeweils 15 Minuten (in die richtige Richtung 😉) verschieben.
  • Kinder, welche sich tagsüber sowohl körperlich, als auch geistig „austoben“, finden leichter und schneller in den Schlaf. Viel Bewegung an der frischen Luft - egal bei welchem Wetter - wirkt sich ebenfalls positiv auf den Schlaf aus. 
  • Nehmen Sie sich vor dem Schlafengehen Zeit, um ihrem Kind eine Geschichte vorzulesen, mit ihm zu kuscheln und über den Tag zu reden. Kinder, welche auf diese Weise noch eine Extra-Portion Zuwendung erhalten, werden diese weniger fordern, sobald sie im Bett sind. 
  • Auch die Schlafumgebung trägt massgeblich zur Schlafqualität ihres Kindes bei. Dazu gehören zum Beispiel ein Kuscheltier (welches vielleicht nach Ihnen riecht), ein kleines Lämpchen, das auch nachts ein wenig Licht verbreitet und eine eher niedrige Lufttemperatur.
Und zum Schluss noch dies: Auf die (un)beliebte Frage, ob das Baby bereits durchschläft, habe ich jeweils geantwortet: "Nein - und du?" Denn kein Mensch schläft wirklich durch, wir alle sind immer mal wieder kurz wach. Der Unterschied besteht einfach darin, dass wir gelernt haben, selber wieder in der Schlaf zu finden. Und da auch niemand von einem Baby erwartet, dass es bereits selbständig läuft, spricht oder isst, so dürfen wir ihm guten Gewissens auch beim selbständigen (Wieder-)Einschlafen etwas Zeit geben.



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Dienstag, 15. August 2017

Schulstark für den Schulstart

Nun geht sie wieder los, die Schule... Für einige Kinder (und deren Eltern) zum ersten Mal, für andere zum x-ten Mal. Vorfreude und Neugier, Unsicherheit und sogar Angst sind nur einige Bestandteile des Gefühls-Potpourris, welche die Schule bei Kindern (und deren Eltern) hervorruft.

Womit können wir den Schulthek unserer Kinder füllen, damit sie schulstark sind für den Schulstart?

Aus meiner Sicht ist es besonders wichtig, dass wir unseren Kindern zu spüren geben, dass wir an sie glauben, dass sie gut sind, genau so wie sie sind und dass wir hinter ihnen stehen, egal was ist. Wenn wir den Fokus auf das richten, was das Kind kann, wenn wir seine Anstrengungen und seine Fortschritte anerkennen, bestärken wir es auf seinem Weg durch die Lernzeit - sei es in der Schule oder im Leben ganz allgemein.

Lernen soll Freude machen und lustvoll sein, lernen soll durch Neugier getrieben und durch Wissensdurst genährt sein, lernen soll Lust auf mehr machen... Je länger wir (und insbesondere auch die Lehrpersonen) diese natürlichen Impulse unserer Kinder aufrecht halten können, umso leichter werden sie sich neues Wissen aneignen.

Doch was, wenn es eben nicht (mehr) so rund läuft? Wenn das Lernen mit vielen Misserfolgen einher geht? Auch da hilft oft der Fokus auf positive Erlebnisse: Was haben unsere Kinder bereits erreicht, was sie früher nicht zu schaffen glaubten? Womit haben sie diese (Teil-)Ziele erreicht und was könnte ihnen nun helfen, diesen Weg weiter zu gehen?

Und zum Schluss noch dies: Wenn es zu Spannungen im Dreieck „Eltern - Kind - Lehrperson“ kommt, scheint es mir wichtig, dass die Konflikte auf der richtigen Ebene angegangen werden. Es gibt Themen, welche unsere Kinder und ihre Lehrpersonen angehen sollten (z.B. vergessene Hausaufgaben) und es gibt Themen, welche vermutlich besser zwischen Lehrpersonen und Eltern besprochen werden (z.B. durchgeführte Kollektivstrafen) und es gibt Themen, über welche Eltern mit ihren Kindern sprechen sollten (z.B. Medienkonsum).


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Dienstag, 27. Juni 2017

Vom Wert der Grosseltern-Beziehung


Wisst ihr, warum Grosseltern GROSSeltern heissen? Weil sie GROSSartig sind... :-)

Die Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkindern ist unbezahlbar - und zwar für alle Beteiligten. Die Grosseltern lieben es, Zeit mit ihren Enkelkindern zu verbringen und sie so richtig zu verwöhnen. Und die Enkelkinder geniessen es, diese ganz besonderen Momente mit ihren Grosseltern zu erleben.

Grosseltern sind lebenserfahren und weise, sie haben Vieles gesehen und erlebt, sie wissen, dass sie nicht nur müssen, sondern vorallem auch dürfen, sie sehen das Leben von einer etwas anderen Perspektive. Das ist für ihre Enkelkinder ein besonderer Genuss. Kinder lieben Erzählungen von früher, sie geniessen es, mal ein Extra-Eis zu bekommen oder einfach nur bei ihren Grosseltern zu sein.

Auch wenn es schön ist, wenn Enkelkinder und Grosseltern sich regelmässig sehen oder hören können, braucht es meiner Meinung nach für eine innige und tiefe Grosselternbeziehung nicht täglichen Kontakt, sondern echtes Interesse. Zudem finde ich es sehr wichtig, dass sich die Grosseltern an den Grundwerten der Eltern orientieren und diese genauso ernst nehmen und umsetzen. Darüber hinaus dürfen bei den Grosseltern natürlich auch andere Regeln gelten als Zuhause.

Die Rolle der Grosseltern verändert sich mit dem Alter ihrer Enkelkinder. So sind sie zu Beginn hauptsächlich Spielpartner(in) und Geschichtenerzähler(in), doch mit der Zeit werden sie immer mehr auch zur Vertrauensperson und Berater(in). Wie wunderbar ist es doch für eine(n) Heranwachsende(n), wenn er bzw. sie nebst den Eltern auch noch andere Erwachsene um sich hat, an die er/sie sich wenden kann.

Und zum Schluss noch dies: Manchmal ist mit dem Thema Grosseltern nicht nur Freude, sondern auch Trauer verbunden. Oftmals sind es diese geliebten Menschen, durch welche unsere Kinder zum ersten Mal mit dem Thema Sterben und Tod konfrontiert werden. Ich finde es wichtig, dass wir mit diesem Thema möglichst offen und kindgerecht umgehen, die Fragen und Gefühle unserer Kinder ernst nehmen und sie in ihrer Trauer begleiten. Dies gelingt uns vermutlich am besten, wenn wir bewusst diese zwei Rollen trennen: einerseits sind wir ein Eltern, welche in dieser traurigen Zeit für Ihr(e) Kind(er) da sind – und andererseits sind wir selbst (erwachsene) Kinder, welche um ihre eigene Mutter oder ihren eigenen Vater trauern.


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Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Welt-Entdecker


Heute habe ich etwas Tolles gemacht: Ich habe den Kindern beim Spielen und (Er-) Schaffen zugeschaut. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie ausdauernd und geschäftig sie sich ihrem Tun hingeben können. Da wird gemalt, gematscht und ausprobiert, geturnt und balanciert, aufgebaut, verändert und umgestossen, erforscht und erfahren... Alle Elemente und alle Sinne werden benutzt und angeregt.

Die Natur bietet den Welt-Entdeckern ganz viel Wunderbares: Wasser, Sand, Pflanzen, Steine... Damit lassen sich Bäche stauen, Sandburgen bauen, Blätter- und Blütenmandalas legen, Steinmannli kreieren und noch so viel mehr. Oder habt ihr schon einmal ein Kind erlebt, welches sich im Wald oder an einem Bach gelangweilt hat? :-)

Besonders wertvoll finde ich auch Rollen- und Fantasiespiele. Wenn Kinder ihre eigene Welt erfinden, wird ein umgekehrter Spieltisch zum Segelschiff oder der Platz unter dem Pult zur verzauberten Höhle. Dann ist nichts mehr unmöglich und die Kinder erleben in ihrer eigenen Welt die grössten Abenteuer.

Doch was, wenn mein Kind sich langweilt und es gaaaaar keine Idee hat, womit es sich beschäftigen könnte? Wir Eltern sind dann versucht, den Kindern eine Aktivität vorzuschlagen oder gar schmackhaft zu machen. Doch häufig stossen wir damit auf Widerstand... Tatsächlich macht es mehr Sinn, dem Kind die Verantwortung für seine Langeweile zu überlassen. Früher oder später wird es etwas finden, womit es sich beschäftigen möchte. Denn, wie heisst es so schön: Langeweile ist die Mutter der Kreativität.

Und zum Schluss noch dies: Manchmal haben wir Eltern das Gefühl, dass unsere Kinder unartig sind oder uns mit ihrem (Fehl-)Verhalten ärgern möchten. Bei genauerem Betrachten stellen wir vielleicht fest, dass ein ganz anderer Grund hinter ihrem Verhalten steht: ihr Bedürfnis, die Welt zu entdecken und zwar mit allen Sinnen.


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Mittwoch, 17. Mai 2017

"Nein, ich räume nicht auf!"






















Kennt ihr das Gefühl, wenn der Blick ins Kinderzimmer einem Blick ins Wimmelbuch gleicht? Playmobil und Lego, Puppen und Kuscheltiere, Farbstifte, Schere, Leim und Papier, Bälle und Autos, Verkleidungskiste, Zauberkasten und Würfelkästchen, Leiterlispiel, Monopoly und Mensch-ärgere-dich-nicht.... Leichter gesagt, als getan!

Das Ordnungsbedürfnis der Eltern und ihren Kindern ist oftmals sehr unterschiedlich. Kinder leben im Hier und Jetzt. Sie lieben es, in ihre Spielwelten abzutauchen – und dort hat das Aufräumen keinen Platz. Eltern möchten hingegen gerne ab und zu mit dem Staubsauger durchs Kinderzimmer und nachts ohne Stolpergefahren ans Kinderbett gelangen.

Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder bereits von Klein an beim Aufräumen miteinbeziehen – und ihnen später helfend zur Seite stehen. Kinder fühlen sich im „totalen Spielzeug-Chaos“ schlichtweg überfordert und brauchen unsere Unterstützung und Hilfe.

Das unbeliebte Aufräumen findet meistens mehr Anklang, wenn es mit Spiel und Spass verbunden ist.

Hierzu ein paar Ideen:
  • Aufräumen nach Farben: Jemand räumt alle gelben Spielsachen weg, jemand alle roten Gegenstände und so weiter. Das kann auch mit einem Farbenwürfel gespielt werden und/oder die bestimmte Farbe wird gemeinsam weggeräumt.
  • Aufräumen nach Regionen: Das Kinderzimmer wird in Regionen unterteilt, zum Beispiel auf dem Pult, unter dem Bett/Schrank, auf dem Spielteppich... Welche Region ist zuerst aufgeräumt?
  • Aufräumen nach Zahlen: Abwechselnd wird gewürfelt und die entsprechende Anzahl Gegenstände aufgeräumt.
  • Aufräumen nach Formen/Material/Struktur: Zuerst wird alles aufgeräumt, was weich ist, dann alles, was rund ist, später alles, was aus Holz ist oder alles, was kleiner als ein Hühnerei ist...
  • Aufräumen nach Hierarchie: einer ist der Chef und darf dem anderen einen Aufräumauftrag erteilen. Hat dieser den Auftrag erfüllt, wird er zum Chef und darf dem Anderen einen Aufräumauftrag erteilen...
  • Aufräumen von eins bis zehn: Zuerst wird ein einzelnes Spielzeug weggeräumt, dann zwei Sachen, dann drei, dann vier und so weiter bis auf zehn. Oder es beginnt bei zehn Gegenständen und wird immer eines weniger.

Ein Gedanke zu Schluss: Wenn Kinder immer wieder grosse Mühe mit dem Thema Aufräumen haben, könnte es auch daran liegen, dass dem Kind zu viele Spielsachen zur Verfügung stehen. Dann macht es vielleicht Sinn, einen Teil der Spielsachen im Keller zu lagern und diese ab und zu auszutauschen.

Liebe Grüessli,
Barbara


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