Manchmal ist es ganz schön viel, was wir Eltern unter einen Hut bringen müssen – und ein richtiger Balance-Akt noch dazu.
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Montag, 22. Juli 2019
Ganz schön viel
Manchmal ist es ganz schön viel, was wir Eltern unter einen Hut bringen müssen – und ein richtiger Balance-Akt noch dazu.
Dienstag, 11. Juni 2019
Die Sache mit dem "Code" (aktives Zuhören)
Kennt ihr das, wenn die Kinder ziemlich "geladen" von der Schule nach Hause kommen? Wenn es nur eine Kleinigkeit braucht, um das Fass zum Überlaufen zu bringen? Oder wenn der Vulkanausbruch bereits in vollem Gange ist, wenn die Kinder an der Haustüre klingeln?
Wir hatten vor kurzem so eine Phase, bei der beinahe jedes Mittagessen zur Zerreisssprobe unserer Nerven wurde. Kaum war eines der Kinder Zuhause, begann es in der Luft zu knistern und wenn sich dann das zweite Kind dazu gesellte, sprühten die Funken bzw. flogen die Fetzen. Irgendwie sind wir immer tiefer in diese Situationen geschlittert, obwohl ich einiges ausprobiert hatte, um eine Eskalation zu verhindern: jedoch ohne Erfolg - logischerweise!
Weshalb "logischerweise"? Weil ich unbewusst reagiert hatte, ohne mir Gedanken darüber zu machen, was gerade abläuft in den Köpfen und vor allem in den Herzen unserer Kinder. Die meisten Mütter und Väter haben im Laufe ihres Eltern-Seins solche oder ähnliche Reaktionen - und bemerken, dass diese nicht wirklich hilfreich sind:
- Ich habe sie gefragt, warum sie denn so oft streitend nach Hause kommen.
- Ich habe versucht, sie abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen.
- Ich habe versucht, an ihre Vernunft zu appellieren.
- Ich habe ihnen Vorschläge gemacht, wie sie ihre Streitereien auf dem Schulweg anders lösen könnten.
- Ich habe ihnen zwischen dem Nachhause-Kommen und dem Mittagessen eine kleine Pause eingeräumt, damit jeder zuerst Zeit für sich hatte.
Nun aber von Anfang an: Kinder senden uns verschlüsselte Botschaften - oder eben Codes - wenn sie mit einem Problem konfrontiert sind. Diese Codes können verbal geäussert werden (zum Beispiel: "De ..... isch sooooo gemein!!!") oder auch nonverbal (zum Beispiel: trauriges Gesicht). Unsere Aufgabe als Eltern ist es nun, diesen Code zu erkennen und ihn zu entschlüsseln versuchen. Das gelingt uns am besten, wenn wir uns fragen, welches GEFÜHL wohl hinter dieser Botschaft stecken könnte.
Durch dieses Entschlüsseln helfen wir unserem Kind, sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu werden. Es ist gut möglich, dass dadurch erst recht die Tränen fliessen oder dass die Wut einen Höhepunkt erreicht - und das darf auch sein. Emotionen sind da, um gespürt und anerkannt zu werden. Wie schön, wenn wir in diesen Momenten für unsere Kinder da sind und ihre Gefühle annehmen, ohne ihnen diese abzunehmen. Unsere Kinder dürfen erkennen, dass es angenehme und auch unangenehme Gefühle gibt (anstatt: gute und schlechte Gefühle) und sie erfahren, dass keines dieser Gefühle von Dauer ist.
Wollt ihr wissen, wie es bei uns weiter ging, nachdem ich mir diese Sache mit dem Code wieder einmal in Erinnerung gerufen habe? Lest selbst:
Tochter kommt die Treppe hoch gerannt und schreit: "Ich habe den doofsten Bruder der ganzen Welt!"
Ich: "Oh, er nervt dich gerade mega fest."
Tochter: "Ja, er hat über den ganzen Schulplatz gerufen, ich soll auf ihn warten und dann ist er hinter meinen Freundinnen und mir her gerannt. Ich laufe doch nicht mit einem 1. Klässler nach Hause!"
Ich: "Es ist dir peinlich, mit deinem kleinen Bruder zusammen zu laufen - du läufst viel lieber mit deinen Freundinnen nach Hause."
Tochter: "Ja, ist doch klar..." - zieht Schuhe und Jacke aus und geht in die Wohnung.
In diesem Moment kommt unser Sohn schluchzend nach Hause.
Ich: "Du bist enttäuscht, dass du nicht mit deiner Schwester nach Hause laufen konntest, gell?"
Sohn: "Ja!" - tritt mit dem Fuss gegen das Treppengeländer - "Sie wartet nie auf mich! Sie rennt mit ihren Freundinnen einfach davon und lacht mich aus."
Ich: "Es macht dich richtig wütend, wenn sie das macht."
Sohn: "Ja..." - zieht seine Schuhe und Jacke aus und geht in die Wohnung.
Anschliessend hatten wir eine völlig entspannte und friedliche Stimmung beim Mittagessen.
Manchmal kann ich es selber kaum fassen, wie wirkungsvoll dieses aktive Zuhören sein kann - und wenn es gelingt, ist es einfach etwas vom Wunderbarsten, das es gibt. Probiert es doch aus und schreibt in die Kommentare, wie es bei euch lief.
www.redeweise.ch
Erziehung ist (k)ein Kinderspiel
Freitag, 31. Mai 2019
Mithilfe im Haushalt
Welche Aufgaben können und sollen sie übernehmen?
Donnerstag, 18. April 2019
Kindern beim Lösen ihrer Probleme helfen
Zuerst habe ich die beiden ermuntert, Lösungsvorschläge zu nennen, wie sie dieses Klavier-Problem lösen könnten. Ich habe darauf geachtet, dass sie in dieser Phase die Ideen nicht kommentierten oder beurteilten - sondern alle Vorschläge auf einer Liste gesammelt:
- nur unsere Tochter darf das Klavier benutzen
- nur unser Sohn darf das Klavier benutzen
- niemand darf Klavier spielen
- es dürfen nur diejenigen Klavier spielen, bei denen es schön klingt
- einen (Wochen-)Plan erstellen, an welchem Tag welches Kind Klavier spielen darf
- jedes Kind bekommt eine Anzahl Bätzeli, welche sie fürs Klavier spielen benutzen müssen
- eine Liste beim Klavier aufhängen, wo sie sich eintragen, wenn sie Klavier spielen möchten
Beim nächsten Schritt habe ich unsere Kinder aufgefordert, die verschiedenen Lösungsvorschläge zu vergleichen und die Vor- bzw. Nachteile aller Ideen abzuwägen. Die ersten drei Punkte wurden von den beiden direkt wieder gestrichen, weil sie es "unfair" fanden. Der vierte Punkt gab etwas mehr zu diskutieren: einerseits waren sie der Meinung, dass es für die Zuhörer angenehmer ist, wenn das Gespielte schön klingt - andererseits merkten sie auch, dass ja zuerst geübt werden muss, damit es schön klingt. Bei den letzten drei Punkten sahen sie sowohl Plus- als auch Minuspunkte und kamen ins Gespräch über Aufwand und Nutzen der einzelnen Ideen.
Sie haben sich letztlich für die Variante mit den Bätzeli entschieden und gingen in die Planung über. Sieben Bätzeli pro Woche seien die richtige Anzahl, entschieden sie. Am Ende der Woche sollen die nicht benutzten Bätzeli verfallen und jeder die gebrauchten Bätzeli wieder zurück erhalten, damit alle erneut mit sieben Stück in die Woche startet. Als Bätzeli benutzten sie gebrauchte Nespresso-Kapseln in zwei verschiedenen Farben, welche sie platt stampften. Sie stellten eine kleine Schatztruhen-Spardose aufs Klavier, in welche sie die Bätzeli werfen können, wenn sie Klavier spielen. Ich beobachtete die beiden, wie sie sich friedlich ans Werk machten und spürte die sichtlich gelöste Stimmung zwischen den beiden.
Und wisst ihr, was nachher geschah?
Sie brauchen diese Bätzeli und die Spardose gar nicht (mehr)... 🙈😅 Wenn das Klavier frei ist, spielt manchmal unsere Tochter darauf, manchmal unser Sohn und manchmal spielen sie sogar zusammen.
Du bist der Meinung, dass sich der ganze Aufwand gar nicht gelohnt hat? Du denkst, das hätten wir unter diesen Umständen ebenso gut lassen können?
Ich sehe das definitiv anders, denn unsere Kinder haben Einiges dabei gelernt: Sie haben erfahren, dass ich sie und ihre Bedürfnisse ernst nehme und dass ich ihnen zutraue, dass sie gemeinsam eine Lösung finden, die für beide in Ordnung ist. Sie haben ihre eigenen Wünsche in Worte gefasst und sich die des Gegenübers angehört. Sie haben gemeinsam nach kreativen Lösungen gesucht, diese miteinander verglichen und die aus ihrer Sicht beste Idee in die Tat umgesetzt.
Und das Beste überhaupt: sie sind sich durch diesen Konflikt - oder besser gesagt durch die Art und Weise, wie sie diesen Konflikt gelöst haben - näher gekommen und streiten sich (im Moment) deutlich weniger.
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Sonntag, 31. März 2019
Farbenfrohe Frühlings-Fensterdekoration
Ihr benötigt folgendes Material:
- Krepppapier in den Farben eurer Wahl
- kleiner Lineal (oder Kaplastein)
- Schere
- Klebestreifen
Samstag, 23. Februar 2019
31er-Jass
Für dieses Spiel braucht ihr lediglich ein Jass-Kartenset und ein paar "Bätzeli", Zündhölzchen oder Ähnliches als Spielgeld. Das Spiel ist geeignet für zwei bis elf Spieler(innen), wobei ich es gerade mit Kindern in einer kleineren Runde angenehmer finde.
Ziel des Spiels ist es, mit seinen drei Karten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Hier eine Übersicht der Kartenwerte:
Ass = 11 Punkte
Damit die Kartenpunkte zählen, müssen sie die gleiche Farben haben. Wenn jemand zum Beispiel den Rosen König, den Rosen Banner und die Rosen Sechs hat, erhält er 26 Punkte. Hat jemand hingegen das Schellen Ass, den Schellen Under und die Rosen Neun, erhält er nur 20 Punkte, weil die Neun eine andere Farbe hat.
Drei gleiche Karten, egal von welchem Wert, ergeben jeweils 30,5 Punkte - zum Beispiel drei Banner oder drei Achter.
Ein Ass und zwei Bilder (Bilder sind König, Ober, Under, Banner) derselben Farbe ergeben 31 Punkte und heissen auch "Hose-abe".
Wer drei Asse in der Hand hält, hat 33 Punkte und somit die höchste Punktzahl. Dieses seltene Blatt wird auch "Füür im Dach" genannt.
Nachdem das Kartenset gut gemischt wurde, erhält jede(r) Mitspieler(in) drei Jasskarten und drei "Bätzeli" als Spielgeld. Die restlichen Karten kommen als verdeckten Stapel in die Mitte und der Kartengeber legt die oberste Karte offen daneben.
Wer an der Reihe ist, kann zwischen zwei Handlungen auswählen: tauschen oder klopfen (=passen).
Beim Tauschen wird eine der drei Handkarten gegen eine Karte in der Mitte getauscht: entweder gegen die offen liegende Karte oder gegen die oberste Karte des verdeckten Stapels.
Möchte ein Spieler nicht (mehr) tauschen, klopft er auf den Tisch und signalisiert damit die Endrunde des Spieles. Jeder Mitspieler darf (muss aber nicht) noch einmal tauschen, bis wieder der zuerst klopfende Spieler an der Reihe ist (dieser darf dann jedoch nicht mehr tauschen).
Nun werden die Punkte der Handkarten gezählt. Der Spieler mit der niedrigsten Punktezahl, muss ein "Bätzeli" abgeben. Haben mehrere Mitspieler die gleiche niedrigste Punktzahl, müssen alle von ihnen jeweils ein "Bätzeli" abgeben. Wer keine "Bätzeli" mehr hat "schwimmt", d.h. er darf nur noch so lange mitspielen, bis er erneut die niedrigste Punktzahl hat - dann scheidet er aus.
Gewonnen hat der Spieler oder die Spielerin, welche(r) bis am Schluss noch im Spiel ist.
Erziehung ist (k)ein Kinderspiel
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Samstag, 5. Januar 2019
Was mach ich nur mit meiner Trauer?
Freitag, 28. Dezember 2018
Alles zu seiner Zeit: Tipps, wenn Paare Eltern werden
Wenn Paare Eltern werden, ändert sich so einiges. Wie man als Eltern trotzdem noch zur Ich-Zeit kommt oder sich als Paar Zeit füreinander nehmen kann, darüber schreibe ich im Gastblog auf der Seite von Miss Broccoli:
Samstag, 22. Dezember 2018
Keine Zeit für Langeweile
Sonntag, 2. Dezember 2018
Ein Wichtel zu Gast in der Familie
Die beiden kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Was? Ein richtiger Wichtel lebt in unserem Haus? Oh, wie toll!“, jubelten sie und wirbelten in der ganzen Wohnung herum. Sie machten sich sofort ans Werk und begannen ihrem Wichtel zurück schreiben bzw. zeichnen und ihn Willkommen zu heissen in unserem Zuhause.
Noël meldete sich während der Advents- und Weihnachtszeit immer mal wieder mit kleinen Briefchen. Einmal bat er unsere Kinder darin, sie sollen ihm beim Kerzenziehen doch bitte ein kleines Tannenbäumchen gestalten. Ihr könnt euch vorstellen, mit wie viel Eifer unsere beiden Kinder dabei waren, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.
Einmal, als es bei uns gerade frisch geschneit hatte, stand plötzlich vor seinem Häusschen ein kleiner (Styropor-)Schneemann. Auf einem kleinen Zettelchen daneben stand, dass Noël unseren Kindern viel Spass beim Herumtollen im Schnee und beim Schneemann bauen wünsche.
Als Noël einmal einen starken Wichtelschnupfen erwischt hatte, bat er uns, ihm doch ein bisschen Tee hinzustellen. Auf der Suche nach einem passenden Trinkgefäss, wurden wir schliesslich in meiner Nähkiste fündig und servierten ihm einen warmen Tee im Fingerhut – lecker gesüsst mit einem Krümel Kandiszucker. Unsere Kinder schnitten ihm sogar kleine Taschentücher zurecht und legten sie ihm vor die Wichteltüre.
Am Dreikönigstag im neuen Jahr war das Wichtelhäuschen plötzlich wieder verschwunden. An der Stelle, wo es gestanden hatte, lag ein letzter kleiner Brief des Weihnachtswichtels. Noël bedankte sich bei den Kindern für die schöne Zeit in unserem Daheim. Er mache sich nun wieder auf den Weg zurück ins Wichtelland und wer weiss, vielleicht komme er sie ja zur nächsten Advents- und Weihnachtszeit wieder besuchen.
Unsere Kinder waren einerseits traurig darüber, dass Noël nicht mehr da war... Auf der anderen Seite freuten sie sich natürlich schon darauf, dass er vielleicht bald wieder einziehen wird bei uns. Sie schrieben ihm dies in einem Brief und baten ihn, dass er das nächste Mal doch bitte auch noch seine Schwester mitbringen solle.
Und so kam es auch: Nyah (Bedeutung: kleine Schwester) ist im Jahr darauf zusammen mit ihrem Bruder Noël und mit einem eigenen kleinen Wichtelhäuschen bei uns eingezogen. Seither sind die beiden nicht mehr aus unserer Advents- und Weihnachtszeit wegzudenken.
Wohnt bei euch auch ein Wichtel? Und falls ja, verzaubert er "nur" eure Advents- und Weihnachtszeit oder bleibt er das ganze Jahr bei euch?
Montag, 5. November 2018
Häuschen-Spiel

- Würfelt jemand eine Zahl, welche er nicht mehr legen kann, weil er zu wenige Bügelperlen hat, muss er alle Bügelperlen aus dem Haus der gewürfelten Zahl wieder zu sich nehmen.
- Würfelt jemand eine Zahl, welche er nicht mehr legen kann, weil er zu wenige Bügelperlen hat, muss er nur die entsprechende Anzahl Bügelperlen aus dem Haus nehmen, d.h. zum Beispiel fünf Bügelperlen aus dem Haus Nummer "5".
- In jedem Haus darf nur die gleiche Anzahl von Bügelperlen liegen, wie im Dach steht. Hat jemand also bereits eine „3“ gewürfelt und drei Bügelperlen ins Dreier-Haus gelegt, darf er nichts mehr hinein legen, wenn er erneut eine „3“ würfelt.
- Die Häuschen auf dem Blatt können entsprechend den Farben der Bügelperlen ausgemalt werden. Nun dürfen nur Bügelperlen der richtigen Farbe ins Häuschen gelegt werden.
Mittwoch, 10. Oktober 2018
Herbstliches Mandala
Unsere Kinder und ich haben diese Woche im Wald ein Herbstmandala gelegt. Dafür haben wir zuerst gesammelt, was uns die Natur zur Verfügung stellt und die Schätze dann kreisförmig ausgelegt. Es war unglaublich schön zu sehen, mit wieviel Eifer und Freude die beiden ans Werk gingen.
Mittwoch, 5. September 2018
Dem Lügner auf der Spur
- zwei Würfel
- ein Becher
- ein Bierdeckel oder ähnliches, auf dem die Würfel weitergereicht werden können
- Zündhölzer oder ähnliches, welches als „Spielgeld“ verwendet wird

















